Community

Mehr über Zitig.ch

Goggi

Gepostet von: Goggi

Kategorie: Fussball

Gepostet am: 21.09.2009

517 Stimmen

bewerten

Manche brauchen 5 Finger, andere einen einzigen, oder machen gleich alle zehn Finger sehr lang. Schiedsrichter werden endlich zur Hauptattraktion im Fussball und die Uefa tut gut daran, den Einsatz von 9 Schiedsrichtern pro Spiel zu prüfen. Sicher ist: auch Busacca hat nur 10 Finger

Für diesen Artikel liessen sich eine ganze Reihe pointierte Überschriften kreieren: "Finger der Nation", "Fingerzeig des Jahres" usw. Dabei ist der Stinkefinger vom besten Schiedsrichter der Welt in Richtung YB-Fans nichts anderes als eine normale Reaktion, wenn man während anderthalb Stunden von einem Fanhaufen beleidigt wird. Das hat nichts mit Professionalität zu tun, die ein Schiedsrichter dieses Formats haben muss. Busacca hat meines Erachtens völlig normal reagiert - wer täglich durch das Badener Nadelöhr "Lindenplatz" fährt, weiss wovon ich schreibe. Für nicht Ortskundige nur soviel: der Stinkefinger liegt in Baden praktisch in der Luft und wird quasi als Begrüssung untereinander verwendet.

Fingerreiche Tradition

Es ist ja nicht das erste Mal dass sich Schweizer Schiedsrichter im Aargau die Finger verbrannt haben. Ist es bei Busacca nur einer, waren es bei Kurt Röthlisberger gleich alle 10. Und erst noch zweimal. Nachdem Röthlisberger den Vorwurf der Erpressbarkeit nie aus der Welt schaffen konnte und genau genommen von der Fifa immer noch gesperrt ist, "nutzte" dieser vor einem Jahr die Mitarbeiterdaten (s)einer gemeinnützigen Organisation um in deren Namen an EM-Tickets zu kommen. Ohne Erfolg, die Uefa kam dem Mann auf die Schliche. Bei so viel Menschlichkeit in diesem Jargon verwundert es mich inzwischen nicht, dass die Uefa den Versuch startet, fünf Schiedsrichter auf den Platz zu stellen. Und vielleicht geht man schon bald einen Schritt weiter und man setzt einen Schiedsrichter-Schiedsrichter! Es soll ja mal einen Schiedsrichter gegeben haben, der seinem Assistenten an der Linie wegen dauernden Fehlentscheiden die rote Karte gezeigt haben soll. Dazu passend die Fussballregel ab 2010: Das Spiel kann nur weitergeführt werden, wenn mindestens 9 Schiedsrichter auf dem Platz stehen. Oder so ähnlich.

Baden erlebt ein Fisako

Zurück in die Provinz. Der Stinkefinger Vorfall passt ins Bild eines eher misslungenen Aargauer Fussballabends. Zur 1:3-Niederlage gesellen sich nämlich noch Sicherheitskosten die sich nach Angaben des ehemaligen Nationalliga A-Clubs auf 25'000 Franken belaufen. "Wir sind nicht gewillt diese selber zu übernehmen" sagt der Präsident und schiebt dem freudigen Fussballereignis einen ernüchternden Schlussstrich-Riegel. Inzwischen sucht man bei der Stadtbauamt freiwillige, welche die hässlichen YB-Kleber wieder von den Badener Strassernbeleuchtung abkratzen. Irgendwie ist das Gefühl nicht weg zu kriegen, die Vorfreude auf ein Fussballfest stehe in keinem Verhältnis zu den Begleiterscheinungen die es mit sich bringt: In Baden entstanden vermeidbare Kosten, man fuhr eine bittere Niederlage ein und eine Vorzeige-Schiedsrichterkarriere wurde beendet.

Die nächsten Begegnungen im Schweizer Cup:

FC Biel/Bienne - FC Aarau
Yverdon-Sport - BSC Young Boys
FC Thun - FC Sion
FC Le Mont LS - FC Basel
FC Serrières (2. Int.) - Neuchâtel Xamax
Stade Nyonnais - FC Lausanne-Sport
FC Härkingen (2. Int.) - FC Solothurn (1.)
Etoile Carouge FC (1.) - Servette FC
FC Wil 1900 - FC St. Gallen
SC Kriens - AC Bellinzona
FC Lugano - GC
FC Linth 04 (2. Int.) - FC Luzern
FC Locarno - FC Zürich
FC Rapperswil-Jona (1.) - FC Wohlen
FC Muotathal (3.) - FC Töss (2. Int.)
FC Tuggen (1.) - FC Winterthur

Busacca hat auch nur 10 Finger
Ihr Name:
Email des Freundes:
Email des Freundes:
Email des Freundes:
Email des Freundes:
Email des Freundes:
Mitteilung: