Wer die Rechnung der Cablecom bekommt, muss diese genau studieren. Wer es nicht tut wird über's Ohr gehauen. Die Cablecom steht im Verdacht seinen Kunden bewusst unübersichtliche Rechnungen zu schicken, damit Unstimmigkeiten nicht auffallen. Es kann schlicht nicht sein, dass auf Computer erstellten Rechnungen Perioden doppelt abgerechnet und Abzüge in unregelmässigen Abständen einfach "vergessen" werden. Sogar der Support gibt zu: "Ja wir wissen davon."
Diesmal trifft es die eher unauffälligen Monatsgrundbeträge für "Basic", "unlimited" und "Highspeed". Geliefert wird dafür ein Hauptanschluss, Gratis-Telefonie ins Festnetz und Internet. Kostenpunkt: 70 Franken im Monat. Wer nur alle drei Monate eine Abrechnung bekommt, weiss in der Regel nicht mehr genau, wofür man vor drei Monaten schon bezahlt hat. Man vertraut der Abrechnung - ist ja alles Computergesteuert. Genau dieses Verhalten nützt die Cablecom fies aus. Wer nämlich alte Abrechnungen aufbewahren würde und genauer hinschaut, findet einen geheimnisvollen "halben Monat", der mit insgesamt Fr. 39,38 eigentlich nicht unbedingt vernachlässigt werden sollte.
Die Cablecom mogelt bewusst: Der Beweis liefert die Dame am Telefon, deren Namen man wie immer nicht verstehen kann: "Ja, wir wissen das. Ist ein Fehler. Wir verrechnen das auf der nächsten Abrechnung. Auf wiederhören." - Keine Entschuldigung, keine Gutschrift, keine Einsicht es besser machen zu wollen" Geht man davon aus, dass nur ein Bruchteil der Cablecom-Kunden ihre Rechnungen genauer kontrollieren und nur jenen Kunden eine Korrektur gewährt wird, die auch tatsächlich reklamieren, hört sich das wie ein Bombengeschäft an - warum also etwas an dieser Geschäftspraxis daran ändern?