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Tabernac

Gepostet von: Tabernac

Kategorie: Schweiz

Gepostet am: 12.09.2009

Tags: Bundesrat

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Bundesrat oder Bundesrätin werden ist der Traum von beinahe allen, die in Bundesbern sitzen. Doch warum ist das so? Ein Bundesrat verdient zwar nicht schlecht, gehört aber auch nicht zu den absoluten Top Verdienern. Also kann es wohl kaum am Lohn liegen. Aber was ist es dann? Ein Sprungbrett für die zweite Karriere nach dem Ausscheiden aus dem Bundesrat? Dies könnte sein. Denn ein Blick auf unsere Alt-Bundesräte zeigt; richtig durchgestartet sind sie erst im Ruhestand. Top Thema: Das Karriere Sprungbrett Bundesrat: Warum ist der Bundesratsjob so begehrt? Jeder will es werden, aber nur sieben können es sein. Die Rede ist vom Bundesratsjob. Hinter vorgehaltener Hand - so munkelt man - hegt beinahe jeder Parlamentarier und jede Parlamentarierin den Wunsch, einmal ins höchste Amt gewählt zu werden. Doch nur wenige stehen offen dazu. So auch bei der anstehenden Ersatzwahl vom 16. September 2009. Der eine ziert sich so lange seine Karten offen zu legen, dass am Ende selbst Partei- und Fraktionskollegen vom Zaudern und Taktieren genervt sind und ihn aus dem Rennen nehmen. Andere wiederum wittern nun ihre grosse und einige auch ihre letzte Chance. Doch was macht den Bundesratsjob so begehrt? Der Lohn? Das Brutto-Jahresgehalt von 430`000 Franken und die weiteren Zuschüsse wie beispielsweise die nicht steuerpflichtige Repräsenationszulage von 30`000 Franken oder die kostenlose private Nutzung eines Dienstwagens, sind zwar attraktiv, dürften aber wohl kaum entscheidend sein. Denn ein Bundesrat hat im Vergleich mit anderen Top Shots ein relativ bescheidenes Gehalt. So verdienen beispielsweise die Chefs der Bundesunternehmen SBB, Post, Ruag, Suva oder SRG weit mehr als ein Bundesrat. Aber was ist es dann? Der Ruhm? Das Rampenlicht? Die Macht? Alt-Bundesräte, die nun auch in der Wirtschaft durchstarten Dass das Bundesratszimmer ein ausgezeichnetes Karriere Sprungbrett sein kann, zeigen einige Beispiele der letzten Jahre. So war die denkwürdige Abwahl der bisher jüngsten Bundesrätin 2003 zugleich der Startschuss für eine - zumindest finanziell gesehen - deutlich lukrativere Karriere. Seit Ende 2008 sitzt Ruth Metzler-Arnold neben ihrem eigentlichen Job bei Novartis auch im Verwaltungsrat der SIX Group AG. Noch besser startete der Freiburger Ökonomieprofessor Joseph Deiss in den Bundesrats-Ruhestand. Kurz nach seinem Ausscheiden trat er in den Verwaltungsrat des Milchriesen Emmi ein. Doch einer übertrifft - zumindest in den letzten Jahren - alle. Kaspar Villiger, vor seiner Bundesratszeit Stumpen- und Velofabrikant, angelte sich Top Mandate wie das Verwaltungsratsmandat bei Nestlé oder der NZZ. Mit der Übernahme des Präsidentenamts bei der UBS stieg er dieses Jahr gar zum Hoffnungungsträger und Retter der staatlich gestützten Bank auf. Das Alt-Bundesrats-Ranking: Wer startete im Ruhestand durch? Top Mandat 1. Kaspar Villiger (Bundesrat von 01.02.1989 bis 31.12.2003) Mandate und Netzwerk anzeigen UBS AG 2. Joseph Deiss (Bundesrat von 11.03.1999 bis 31.07.2006) Mandate und Netzwerk anzeigen Emmi AG 3. Ruth Metzler-Arnold (Bundesrat von 11.03.1999 bis 31.12.2003) Mandate und Netzwerk anzeigen SIX Group AG 4. Adolf Ogi (Bundesrat von 09.12.1987 bis 31.12.2000) Mandate und Netzwerk anzeigen Banque Sal. Oppenheim jr. & Cie (Suisse) SA 5. Flavio Cotti (Bundesrat von 10.12.1986 bis 30.04.1999) wie viel verdient eigentlich ...? Muss ein Alt-Bundesrat im Ruhestand darben? Nein, bestimmt nicht. Jeder Alt-Bundesrat erhält nach vier Jahren ein Jahres-Ruhegehalt von 215`000 Franken. Erzielt er weiterhin ein Erwebs- und Ersatzeinkommen, das zusammen mit dem Ruhegehalt den früheren Lohn von 430`000 Franken übersteigt, wird das Ruhegehalt um den überschiessenden Betrag gekürzt. Nur wenigen Alt-Bundesräten wird das Ruhegehalt gekürzt, beispielsweise bei Kaspar Villiger oder Ruth Metzler. Andere wiederum kassieren die volle Pension von 215`000 Franken - auf Lebzeiten. Die Tops und Flops Die Parlamentarier machen es den Bundesräten vor: Mandate sammeln bringt Geld. Doch welche Partei gehört in Bundesbern zu den grössten Mandatesammlern? Wer steht bei den lukrativen Nebenverdiensten hinten an? Top - die grössten Mandatesammler 1. FDP (501 Mandate, 47 Parlamentarier, Durchschnitt 11 Mandate) 2. CVP (462 Mandate, 46 Parlamentarier, Durchschnitt 10 Mandate) 3. SVP (339 Mandate, 64 Parlamentarier, Durchschnitt 5 Mandate) Flop - die spärlichen Mandatesammler 1. EDU (4 Mandate, 1 Parlamentarier, Durchschnitt 4 Mandate) 2. BDP (49 Mandate, 6 Parlamentarier, Durchschnitt 8 Mandate) 3. Grüne (123 Mandate, 22 Parlamentarier, Durchschnitt 6 Mandate)

TOP Job Bundesrat?

Antworten bundesrat13.09.2009

Ich denke, dass es vielen Politikern, welche Bundesrat werden möchten einfach darum geht eine grosse Herausforderung anzunehmen und Einfluss auf das politische Geschehen in der Schweiz zu nehmen. Das finde ich gar nicht anstossend, sondern löblich. In einer politischen Karriere soll ein hohes politisches Amt das Ziel sein. Ich finde es ebenfalls ok, was Bundesräte verdienen. Aus meiner Sicht müssten sie noch ein Stück mehr verdienen. Die Auflistung der Mandate zeigt klar die politische Richtung und die Vernetzung der einzelnen Parteien. Die FDP ist immer noch die Wirtschaftspartei, weshalb sie auch deutlich am meisten Mandate n der Privatwirtschaft innehat.

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